Wie es begann...

Da Heike ja gern Beginnerg´schichten von Bikern liest...hier meine.

Ich war damals erstmal nur als Sozius unterwegs. Erst auf einer 50er Yamaha, dann aufm 80er Roller und als mein Kumpel dann seinen Schein hatte auf der 250er XT seines Bruders. Als er dann endlich selbst eine 600er Teneré sein eigen nannte, gabs kein Halten. Zusammen mit Gepäck in Urlaub zum Gardasee...eine Super Tor Tour...aber geil...

Also, da ich der jüngere war auf Krawall gebürstet, habe ich zu Hause propagiert: Ich mache keine Autoführerschein - nur Bike...
Allerdings hat der Familiäre Finanzminister mich mit unschlagbaren Vorteilen geködert. Er hat den Lappen bezahlt.

Als ich den Autoschein dann hatte, und der Winter rum war, kam der Motorradschein dran. Der Fahrlehrer war ein ehemaliger BW Kollege meines Vaters.
Erste Fahrstunde: Die Maschine, eine Yamaha XZ400 mit stolzen 45 PS stand etwas abseits in einer Garage entlang der Bundesstraße 10 in Ulm. Trockenübung und Einweisung. Gas, Bremse, Schaltung...
Frage des Fahrlehrers: Bist schon mal Mopped gefahren? Ich, um nicht blöd da zu stehen:  Klar, Mofa und 80er....war aber alles gelogen. Mehr als vom Sozius aus am Gasgriff zu drehen, war nicht passiert.
Also aufgesessen und gestartet. Fahrlehrer vorneweg mit dem Auto und biegt nach links über die Bundesstraße in den fließenden Verkehr. Ich eiere hinterher bis zum Bordstein und gucke nach einer Lücke. Die ist auch nach einem Auto von rechts da, und ich gebe Gaaaaaaas und lasse die Kupplung kommen. (heute würde ich sagen - los...)
Auf der anderen Seite der Ausfahrt befand sich eine Tankstelle, und ich kann bestätigen, daß eine Yamaha XZ 400 zwischen zwei Tanksäulen hindurch passt....
Hier ein Beispielbild der Maschine...
Da mich mein Fahrlehrer im Rückspiegel über die Bundesstraße fliegen sah, kam er auch gleich zurück, und war froh, daß der Maschine und vielleicht auch mir, nix passiert ist. Die Fahrstunde im Anschluß war dann eher unspektakulär.
Die Fahrstunden bestanden dann nur noch aus den Pflichtstunden, so gut lief es. Nur an einem Tag, da wollte die XZ nicht mehr so richtig. Da ein Prüfling sie eine Woche vorher in die Böschung geworfen hatte, kam sie frisch vom richten. Und die Kupplung war verstellt. Ich kam nach 10 Min. Fahrstunde nicht mehr vom Fleck. Die Ansagen im Kopfhörer meines Fahlehrers wurden immer ungehaltener. Bis ich rechts ran rollte, und die Mühle abschaltete. Als der Fahrlehrer dann ankam, wollte er sie starten. Das ging noch, aber mehr als erster Gang war nicht mehr drin...Kupplung defekt...
Also fuhr er in Jeans, T-shirt und Schlappen mit dem Fahrschulhelm voraus, und ich im Fahrschulwagen (Führerschein hatte ich ja...) hinterher zum Yamaha Händler. Gottseidank war das Mikro aus, sonst hätte ich mich im Auto totgelacht.

Während der späteren praktischen Prüfung wurde ich von einem Granada nach einem Kreisverkehr ordentlich abgedrängt, aber mein souveräner Schlenker hat den Prüfer wohl überzeugt. Mein Fahrlehrer war aber drauf und dran, den Granadafahrer an der nächsten Ampel aus dem selbigen zu ziehen...er war halt leicht erregbar...*lol*

So hatte ich dann den Lappen in der Tasche....und über 25 Jahre gebraucht, bis ich wieder ein Motorrad unter dem Hintern hatte...aber nun werd ich so schnell nicht wieder runter gehen...

In diesem Sinne...

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