Deutsche Einheitsalpentour...

Durch den geschickten Feiertag am 3. Oktober bin ich mit meinen Bikerkumpels auf einen kleinen Trip in Richtung Alpen aufgebrochen. Leider war das Wetter zu Anfang nicht so doll. Immerhin Abfahrt geplant um 10 Uhr, allerdings war noch sehr viel Nebel in der Gegend.
Beim Treffpunkt an der Tanke an der A7 waren schon über 20 Motorräder aufgereiht. Allerdings alles Rennmaschinen und fast alle im gebücktem Lederanzug. Die Gesichter als mein Einzylinder um die Ecke gewummert kam, und ich mich dazustellte....wunderbar :-)
Plötzlich Bewegung in der Truppe: Jemand hatte festgestellt, daß sie wohl in Richtung Österreich unterwegs waren...also mußten Einige noch an der Tanke Warnwesten holen, die in Ösi ja vorgeschrieben sind. Tja, leider eben nicht,wie man hier nachlesen kann... Aber wo an den Sportgeräten unterbringen? Anziehen? Never - unter der Sitzbank? Bei den meisten kein Platz. So haben einige ihre Warnwesten UNTER  die Lederkombi gezogen....hätt mich wegschmeissen können.
Besser wäre gewesen, sie hätten Verbandspäckchen eingepackt. Dafür besteht eine MitführPFLICHT und keine Empfehlung...

Als meine Kumpels dann mit 15 min. Verspätung kamen, kurz den Helm auf und ab dafür...noch vor den Racingpeoples auf die Piste. Wir haben die paralell zu der Autobahn laufende Landstraße genommen und sind so nach 2 Stunden mit relativ trübem Wetter in Leutkirch im Allgäu angekommen. Erst mal nen Kaffee genehmigen. Leider haben wir eine schlechte Lokalwahl getroffen. Es war wohl die einzigste Raucherkneipe die am Ort ansässig ist...
Nach einem schlechtem Kaffee im Zigarettenmief sind wir dann bei Sonnenschein weiter südlich abgedüst.
Meine Tengai markiert wieder mal ihr Revier...ABER es ist kein Motoröl oder Kühlwasser. Ich glaube bei ambinionierter Fahrweise schwitzt mein WP Federbein. Das austretende Öl ist klar mit Graphitspuren und sammelt sich an der Umlenkung vom Federbein. Hoffentlich nur ein bisschen, ansonsten muß ich das Ding ausbauen und zum Service schicken...

Aber zurück zur Tour...
Hier die erste Pause mit Besprechung wohin weiter gefahren wird...
Also weiter ins Allgäu, da soll das Wetter besser sein...
Über verschlungene Landstraßen sind wir dann über Sonthofen nach Österreich und wieder rüber nach Balderschwang gekurvt. Am Riedbergpass war leider die Autodichte so hoch, das kulinarische Angebot so schlecht, daß wir uns entschlossen weiter zu fahren...
Über den Pass dann abwärts wieder in Richtung Oberjoch...dort perfektes Wetter und auch bessere Verpflegung...
Dann noch einen kleinen Schlenker über das Tannheimer Tal zum Haldensee...perfektes Bikerwetter und mächtig viele Biker unterwegs...ob die alle ihre Warnweste und Verbandspäckchen dabei hatten?..
Was macht man noch in Ösiland? TANKEN! Trotz 20 % MwSt, ist der Sprit noch um 10 ct. billiger als hier bei uns. Leider ging trotz 247km engagierter Fahrweise nur knapp 10 ltr. in meinen Jumbotank. Ein bisschen mehr als 4 ltr. Verbrauch...auch gut, finde ich...
Das war auch mein erstes Automatentanken mit der Tengai im Ausland. Meine Karte funktionierte
(trotz Inso) und so fuhren wir mit vollen Tanks wieder zurück. Bis Pfronten konnten wir noch die Sonne geniessen, dann war Feierabend mit Sonnenwärme. Bei Nesselwang, sind wir nach nervigen Autofahrern, dann auf die A7 aufgebogen, und haben nochmal die Sporen gegeben. Mit meiner Tengai hab ich glaub ich ganz gut mitgehalten, auch wenn bei 140- 150 km/h Schluß ist...dann dreht sie mit 7000 U/min am Limit...(also doch irgendwie gedrosselt...)
Abends sind wir grad noch pünktlich zum Bikerstammtisch in Obenhausen eingetrudelt, und konnten den Tag bei einer weiteren Leckerei ausklingen lassen...
Fazit des Tages: geile Tour, tolle Gegend und vor allem wieder viel Spaß mit der Tengai. Das alte Mädchen macht imer noch Spaß und hält bei allem gut mit. Landstraße, Passfahrten aber auch die Autobahn geht mit gewissen Einschränkungen.

In diesem Sinne...





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